Wie wurde die Novemberrevolution 1918 in Frankfurt erlebt? Mit dieser Frage beschäftigten sich unsere Schülerinnen und Schüler der Klasse 10G bei einem Workshop im Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster.
Zu Beginn erhielten sie eine Führung durch das Archiv. Dabei erfuhren sie, welche Aufgaben Archivarinnen und Archivare übernehmen, wie historische Dokumente fachgerecht gelagert und aufbewahrt werden und welche Schätze in einem Archiv zu finden sind. Besonders spannend war es, neben der Quellenarbeit auch Originaldokumente aus der Zeit der Revolution, insbesondere historische Zeitungsartikel, betrachten zu dürfen. So wurde Geschichte unmittelbar erlebbar.
Im anschließenden Workshop untersuchten die Schülerinnen und Schüler sechs historische Berichte von Menschen, die die Umbruchstage vom 8. bis 10. November 1918 aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt hatten – darunter ein Journalist, ein ehemaliger Offizier, eine Sozialistin und ein evangelischer Pfarrer.
Anhand der Originalquellen und durch eine anschließende politische Talkshow versetzten sich die Jugendlichen in verschiedene Rollen und diskutierten die Ereignisse aus unterschiedlichen Sichtweisen. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich Menschen dieselben historischen Ereignisse wahrnehmen und bewerten können.
Der Besuch verband historische Forschung mit anschaulichem Lernen: Die Schülerinnen und Schüler erhielten nicht nur spannende Einblicke in die Frankfurter Stadtgeschichte, sondern lernten auch, historische Quellen kritisch zu hinterfragen und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Ein eindrucksvoller Tag, der Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes zum Anfassen bot!



