Wie sieht der Arbeitsalltag in einem modernen Industrieunternehmen aus? Und welche technischen Berufe passen zu mir? Um diese Fragen hautnah zu beantworten, besuchten 14 interessierte Schülerinnen und Schüler aus den verschiedene Vorabschlussklassen der Realschule und Hauptschule am Donnerstag, den 28. Mai, einen praxisorientierten Techniktag.
Begleitet wurde die Gruppe von dem Schulsozialarbeiter Ralph Sparfeld. Organisiert und durchgeführt wurde die Veranstaltung in einer erfolgreichen Kooperation der drei namhaften regionalen Unternehmen Pirelli, DAW und Sanner. Es wurden ihnen unter anderem jeweils die verschiedene Ausbildungsberufe innerhalb der Unternehmen vorgestellt. Für die Schülerinnen und Schüler war dieser Tag daher nicht nur lehrreich, sondern auch ein guter Einblick für die berufliche Zukunft.

Ein reibungsloser Ablauf und beste Verpflegung
Der spannende Tag startete morgens auf dem Gelände der Firma Pirelli, die als zentraler Treffpunkt diente. Die Schülerinnen und Schüler wurden vom Ausbildungsleiter der Firma Pirelli, Herr Heckmann, begrüßt. Ihnen entstanden keinerlei Kosten, denn die beteiligten Unternehmen finanzierten die Busfahrt zwischen den verschiedenen Standorten. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Vor Abfahrt zur 1. Station erhielten alle von Herrn Heckmann ein Frühstückspaket überreicht , auch die Firmen DAW und Sanner sorgten jeweils vor Ort für erfrischende Getränke und kleine Snacks.
Die Stationen: Handwerk, Chemie und echte Millimeterarbeit
Von Pirelli ging es mit dem Bus nacheinander zu den drei Unternehmen, bei denen die Schülerinnen und Schüler nicht nur zuschauen, sondern direkt selbst mit anpacken durften:
- Station Firma DAW (Farben und Baustoffe):
Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler in einem spannenden Vortrag alles über die chemische Zusammensetzung einzelner Farbpigmente. Das Highlight: Im Anschluss durften alle selbst kreativ werden und ihre eigenen Farben mischen, sowie das Logo mit einer Schablone ausmalen. Beides durften die Schülerinnen und Schüler anschließend mitnehmen.
- Station Firma Sanner (Verpackungs- und Medizintechnik):
An dieser Station wurde es handwerklich und hochmodern. Die Schülerinnen und Schüler stellten einen eigenen Handyständer aus Metall her. Als besonderer Höhepunkt durften sie in einem Computer ihren Namen eingeben und via Laser ihren eigenen Namen in das Metall einprägen lassen und mitnehmen.
- Station zurück zur Firma Pirelli (Reifenhersteller):
Hier war echte Millimeterarbeit und Köpfchen gefragt. Die Aufgabe bestand darin, einige Schallschaumstoffstücke in einen Reifen einzubringen. Bevor es an die praktische Umsetzung ging, mussten die Schülerinnen und Schüler, in zweier Gruppe jedoch zuerst den genauen Umfang des Reifens sowie die exakten Abstände der Schaumstoffteile mathematisch berechnen. Alle konnten die Aufgabe gut meistern.
Zum großen Abschluss kehrte die Gruppe wieder zur Firma Pirelli zurück. Hier ließen alle Beteiligten den ereignisreichen Tag bei einem gemeinsamen Pizzaessen gemütlich ausklingen.
Ein Zertifikat als Joker für die Bewerbung
Bevor es zum Pizzaessen in die Kantine der Pirelli ging, wartete noch ein echtes Highlight auf die 14 Teilnehmenden: Alle Schülerinnen und Schüler erhielten ein persönliches Teilnahmezertifikat. Dieses Dokument ist ein wertvoller Türöffner für den Berufseinstieg. Die drei Unternehmen garantierten den Schülerinnen und Schüler damit, dass sie bei einer zukünftigen Bewerbung und dem Beilegen dieses Zertifikats unabhängig von ihren Schulnoten direkt zum jeweiligen Assessment-Center eingeladen werden.
Nachfolgend erhielten die Schülerinnen und Schüler jeweils eine Baumwolltasche mit den Initialen der teilnehmenden Unternehmen darauf, worin kleine Erinnerungsgeschenke und Infomaterialien der einzelnen Firmen enthalten waren.
Der Techniktag war ein voller Erfolg:
Er bot den Schülerinnen und Schülern nicht nur praxisnahe Orientierung und starke Unterstützung durch die Schulsozialarbeit, sondern öffnete ihnen auch eine direkte und faire Chance auf einen Ausbildungsplatz.

