Georg-Ackermann-Schule

Breuberg/Rai-Breitenbach

Seit 2015 gibt es an der Georg-Ackermann-Schule die „AG Schulsanitätsdienst“ und seit der Einführung hat sich die AG bereits mehrfach bewährt. Natürlich ist jeder in der Lage, ein Pflaster auf eine kleine Wunde aufzukleben, aber bei allem, was darüber hinausgeht, fehlt oft das Fachwissen.

Im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum argumentativen Schreiben im Fach Deutsch bezog die Klasse 7G des Schuljahres 2016/2017 in einer begründeten Stellungnahme klar die Position, dass jede Schule Schulsanitäter haben sollte. Einige Schülerinnen und Schüler der 7G nahmen selbst an der Ausbildung zum Schulsanitäter teil und konnten als unmittelbar Betroffene gute Gründe für die Nützlichkeit und Wichtigkeit einer „AG Schulsanitätsdienst“ nennen.

Ein kleiner Auszug aus den Unterrichtsergebnissen der 7G ist in diesem Artikel zusammengefasst:

„Wir „Schulsanis“ unterstützen mit unserer Arbeit und unserer Zeit die Lehrer und die Sekretärinnen, wenn wir zu kleineren Unfällen auf dem Pausenhof gerufen werden. Denn wenn sich ein Schüler verletzt, sind sofort die diensthabenden Schulsanitäter vor Ort und kümmern sich als Ersthelfer um kleinere Verletzungen, wie die Versorgung von Wunden.“

„Wir sorgen auch für eine „sichere Schule“, denn so können viele Unfälle bereits im Vorfeld verhindert werden. Bei den Bundesjugendspielen beispielsweise überprüfen wir vorab das Schulgelände auf mögliche Gefahrenstellen und sichern diese ab.“

„Mit der Ausbildung zum Schulsanitäter gewinnen wir nützliches Wissen für unser weiteres Leben. Wir erwerben soziale Kompetenzen, erlernen Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft und wir lernen intensiv, uns in andere hineinzuversetzen. So fällt es uns im Falle eines Unfalls leichter, die Gefühle von anderen wahrzunehmen und zu verstehen. All diese wichtigen Werte, die wir selbst in der Ausbildung vermittelt bekommen, können wir versuchen, an unsere Mitschüler weiterzugeben.“

Die Ausbildung zum „Schulsani“, die selbstverständlich freiwillig ist, ist vielfältig: Praktische Übungen wechseln sich mit theoretischen Einheiten ab, diverse Fortbildungen dienen der Auffrischung des erworbenen Wissens. Durchaus eine zeitintensive Angelegenheit, was die Schüler aber gerne in Kauf nehmen. Denn sie haben verstanden:

Kleinere Verletzungen fachmännisch versorgen zu können, aber auch lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten zu können ist ein Wissen, das man jederzeit und überall benötigen könnte. Selbstverständlich auch außerhalb der Schule und nicht erst dann, wenn man seinen Führerschein macht.

„Und ganz nebenbei ist eine gut funktionierende Schulsanitäter AG auch eine tolle Werbung für die Schule und vermittelt Schülern und Eltern ein Gefühl von Sicherheit“, darüber sind sich alle einig.

Text: Die Klasse 7G und Frau Zöller

 

Die Schülerinnen und Schüler des Schulsanitätsdienstes besprechen, was sie gelernt haben. 

 

 

Sina, Elisabetha und Fabienne bei der Erste-Hilfe-Ausbildung.